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Tintenlexikon

Woran kann man gute Tinte erkennen?

Das ist mitunter schwierig, denn mit den Nachfülltinten ist es wie mit dem Motorölen, erst eine längere Laufzeit macht den Unterschied erkennbar.

Zur Zeit ist Nachfülltinte für einige Patronen wie z.B. für Epson nur noch schwer verkäuflich, weil neue Patronen von alternativ Herstellern so billig sind. Deshalb gibt es immer weniger Firmen die hochwertige Nachfülltinte anbieten und stattdessen immer mehr DyBase-Tinte.

Auch viele Verbraucher sind der Meinung, wenn der Drucker mal kaputt ist, dann kaufe ich mir eben einen neuen. Da einige neue Drucker preisniedriger sind als neue Patronen vom Original Hersteller wie z.B. oft bei Lexmark.

Und häufig kriegt man mit einem billigen neuen Einsteigermodell auch noch mehr Leistung als mit dem Vorgänger.

Nur was oft nicht beachtet wird sind die Folgekosten, denn bei neuen Druckern dauert in der Regel einige Zeit bis sich diese Nachfüllen lassen oder Alternativpatronen auf dem Markt sind. Da ist das Refillen mit hochwertiger Tinte und somit längerer Lebensdauer dann letztendlich doch wesentlich günstiger für den Geldbeutel.

Auch die Qualität der Bilder bleibt mit hochwertiger Tinte länger erhalten. Bei billigeren Tinte verblassen diese schneller besonders bei dem Einfluss von Sonnenlicht.

Also um den Unterschied zwischen Nachfülltinte und Nachfülltinte mit eigenen Mitteln herauszufinden könnte man die Sonne um Mithilfe bitten.

Einfach den gleichen Ausdruck in einer trockene Ecke aufhängen und schauen was passiert. Das mit sehr wenig bis gar keinen Pigmenten (Billigtinte) wird schon nach etwa einer Woche die ersten Farbverluste aufzeigen, während das mit Pigmenttinte dies länger durchhält.

Ein weiteres Problem mit der Billigtinte ist, dass sie für viele Drucker ungeeignet ist. Was sich sofort bemerkbar machen kann oder erst nach einigen Wochen. Wenn sich die Tinte schon im Drucker befindet und die Ausdrucke streifig werden, dann sind einige Düsen verstopft. Die Folge ist häufiges Reinigen bis hin zum baldigen Totalausfall des Druckkopfes.

Da Sie selten die Gelegenheit haben werden, die Tinte vorher zu testen, ist es ratsam sich nicht das billigste Zeug am Markt zu holen sondern immer auf eine lang erprobte Marke zuzugreifen.

Geschichte der Tinte

Tinte verwendete man schon um 3000 vor Chr. in Ägypten und um 2600 vor Chr. in China.
Schwarze Tinte wurde lange Zeit aus Ruß und Gummiwasser gewonnen und erst um 1000 vor Chr. im fernen Osten durch Tusche(sogenannte indische Tinte) ersetzt. Diese wurde aus dem Ruß von verbrannter Nadelholzkohle und Lampenöl hergestellt und mit einem Leim aus Gelatine vermischt, in Stangen gepresst und getrocknet. Die Tuschestange wurde beim Gebrauch so lange mit Wasser verrieben, bis die gewünschte Deckkraft erreicht war, eine Methode, die bis heute in der Kalligrafie erhalten geblieben ist.
Eine bedeutende Erfindung im 3.Jahrhundert vor Chr. war die Herstellung der Eisengallustinte durch Abkochen von Galläpfeln mit Eisensulfat und anschließender Zugabe von Gummiwasser. Eisengallustinte gilt als besonders beständig und wird noch heute als dokumentenechte Tinte verwendet.
Cicero berichtete erstmals von einem Rezept, bei dem die Tintenblasen von Tintenfischen getrocknet und gemörsert wurden. Der daraus gewonnene braunschwarze Farbstoff wird nach deren Gattungsnamen Sepia genannt und wird heute zur Färbung von Lebensmitteln verwendet. Die eigentliche Verwendung von Sepiatinte ist allerdings erst ab 1780 bestätigt.
Im Mittelalter wurden einige Rezepturen mit unterschiedlich farbigen Pigmenten entwickelt. So nutzte man Arsen(III)-sulfid, das mit Quecksilber umgesetzt wurde, um ein goldfarbenes Pigment zu erhalten. Die Verbreitung von Federkielen führte später auch zur Entwicklung der Dornrindentinte, die nicht so schnell eintrocknete wie Eisengallustinte und daher den Federkopf seltener verstopfte. Letztere blieb jedoch weiterhin vor Allem für langfristige Dokumentationen und in Archiven die am häufigsten eingesetzte Rezeptur.
Eine typische Tinte des 15. bis 18. Jahrhunderts ist auch der Bister.
Mit der Entwicklung der modernen Chemie im 19.Jahrhundert wurde eine Vielzahl von Farbstoffen entdeckt und nach Möglichkeit zum Schreiben und Malen verwendet. Da wasserlösliche Farbstoffe jedoch oft nur eine geringe Lichtechtheit aufweisen und zudem leicht auswaschbar sind, entstanden bald Richtlinien für die Zusammensetzung von Tinten zum Erstellen von permanenten Dokumenten. So wurde 1856 erstmals ein Rezept für eine Eisengallustinte veröffentlicht, deren Bestandteile erst nach dem Trocknen wasserunlöslich wurden und das einen künstlichen, wasserlöslichen Farbstoff enthielt, damit die Linien auch vor dem Eintrocknen sichtbar waren.
Heute ist eine sehr breite Palette an Tinten für die verschiedensten Einsatzmöglichkeiten erhältlich. Durch die Erfindung von automatisierten Systemen wie dem Tintenstrahldrucker wurden auch Tinten notwendig, die spezielle Eigenschaften wie freie Mischbarkeit (um unterschiedliche Farbtöne erzeugen zu können) und extrem schnelle Trocknungszeiten vereinen.

Tinten mit löslichen Farbmitteln

Bei löslicher Tinte sind die Farbstoffe chemisch in dem jeweiligen Medium gelöst oder als Komplex gebunden. Vorteile sind eine leichte Handhabung, da die Farbstoffe nicht ablagern können und auch dünne Federn oder Düsen nicht verstopfen können. Ein Nachteil ist die oft nur geringe Lichtechtheit und Beständigkeit gegenüber Chemikalien.

Tinte auf Wasserbasis

wird hauptsächlich für das Schreiben oder Markieren auf Papier eingesetzt, da wässrige Tinten nicht durch das Papier schlagen und es hierbei nicht sonderlich auf die Trocknungsgeschwindigkeit ankommt, denn wässrige Tinte trocknet viel langsamer als Tinten auf Basis anderer Bindemittel und Lösemittel.

Lösungsmittelbasierte Tinte

wird meistens zum Schreiben auf glatten Oberflächen, wie z.B. Glas oder Folien verwendet. Auf Papier verläuft sie und schlägt stark durch. Als Basis dienende Lösungsmittel sind oft Alkohol und Ethylacetat, seltener sind Xylol und Toluol. Diese Lösungsmittel verdunsten sehr schnell und sind unabhängig von der Luftfeuchtigkeit, somit bildet sich schneller ein trockener Film.
Zur Zeit verwenden deutsche Herstellern nur noch Spiritus(vergälltes Ethanol) als Lösungsmittel, da dies für die Gesundheit am unbedenklichsten ist.

Tinten mit unlöslichen Farbmitteln

Pigmentierte Tinte

können sich im Gegensatz zu den Farbstoffen nicht chemisch im Medium lösen, sondern sind wie etwa Sand in Wasser, aufgeschlämmt. Sie haben den Vorteil einer hohen Lichtechtheit, Farbkraft, Wasserfestigkeit und Chemikalienresistenz(dies ist wichtig, wenn Tinte dokumentenecht sein soll). Ein Nachteil ist jedoch, dass sich die Pigmente relativ rasch absetzen, weshalb die Pigmente in Tinten besonders stabilisiert werden müssen. Bei hellen Farbtönen kann man farbstoffbasierte Tinten von pigmentierten leicht unterscheiden, die farbstoffbasierte Tinten sind im Glas durchsichtig, die pigmentierten Tinten nicht.

Tusche

ist in ihrer Zusammensetzung nicht eindeutig definiert, da auch der Begriff „Tusche“ rechtlich nicht geschützt ist, außer für Zeichentusche existiert die Norm DIN-ISO 9957. Tusche enthält als Farbmittel meist ein Pigment und zusätzlich ein Bindemittel, damit die Pigmente gut auf dem Papier haften bleiben. Das Bindemittel könnte eine wässrige Lösung von Schellack oder aus wasserlöslichen Kunstharzen (meistens alkalisch gelöste verseifte Acrylharze) bestehen. Wasserfeste Tusche kann durch das Verwenden von Schellackseife hergestellt werden, dann lässt sich solche Tusche mittels einer Rasierklinge vom Papier abkratzen. Diese werden als Künstlertuschen bezeichnet und bestehen meist aus feinem Ruß, der mit Schellackseife, Wasser und Stellmitteln versetzt wird. In der asiatischen Tuschemalerei werden meistens Stangentuschen verwendet, die vor der Verwendung auf einem Reibstein mit Wasser angerieben werden.
Bei den preisgünstige „Chinatuschen“ handelt es sich aber oft um farbstoffbasierte Tinten mit Acrylharz.

Leuchttinte

ihr leuchten kommt zustande, indem aus dem Tageslichtspektrum ein Teil des unsichtbaren, kurzwelligen UV-Lichts durch das chromophore System des Farbstoffes absorbiert wird und als sichtbares, langwelliges Licht ausgestrahlt wird. Da die Leuchtfarbe also mehr sichtbares Licht reflektiert als die Umgebung, erscheint sie uns leuchtend. Dieser Effekt ist unter einer einfachen Glühlampe meist nicht zu beobachten, da sie ja keinen UV-Anteil hat, im Gegensatz dazu ist das Leuchten im Tageslicht sehr gut und bei Schwarzlicht extrem sichtbar.

Gel-Tinte

statt herkömmlicher Tinte verwenden GelSprinter™-Drucker ein schnell trocknendes Flüssig-Gel, das beim Kontakt mit Papier sofort "geliert" und trocknet. Während herkömmliche Druckertinte auf Papier zunächst noch flüssig ist und leicht verwischen kann, liefert das Gel auch auf Normalpapier sofort trocknende, präzise Ausdrucke ohne zu verwischen oder zu verschmieren. Durch die enorm schnelle Trocknung ist mit der GelSprinter™-Technologie auch ein Duplexdruck in sehr hoher Geschwindigkeit möglich.

Geheimtinten

werden Tinten bezeichnet, die entweder unsichtbar sind oder ihre Eigenschaften nach einiger Zeit ändern. Sie wurden früher auch chemische oder sympathetische Tinten genannt. Schon vor ca. zweitausend Jahren waren Tinten bekannt, die erst nach Behandlung mit Wärme sichtbar wurden (z. B. Milch). Auch Geheimtinten, die lediglich mittels geeigneter Chemikalien „entwickelt“ werden konnten oder mittels spezieller Lampen sichtbar gemacht werden konnten waren später üblich. Diese Tinten können als Teilgebiet der Steganographie, der geheimen Schrift angesehen werden. Für manche Zwecke gab es später auch sichtbare Tinten, die nach einiger Zeit verschwanden oder die ihre Farbe änderten. Diese werden aufgrund ihrer Herkunft auch Damentinten genannt.

Tinte für Tintenstrahldrucker

ist in der Zusammensetzung von Hersteller zu Hersteller verschieden, werden geheim gehalten und sind an die jeweiligen Geräte und Düsen angepasst. Sie müssen einige technische Anforderungen erfüllen, so sollten sie im Druckkopf nicht eintrocknen, aber auf dem Papier schnell möglichst trocknen.

Farbfähigkeit von Tinten

Die Farbe einer Tinte hängt vom verwendeten Farbstoff ab. In heutigen Tinten können praktisch alle löslichen oder unlöslichen Farbstoffe verwendet werden. Während Pigmente eine Eigenfärbung aufweisen, kann die Farbe eines gelösten Farbstoffs oder eines komplexes Farbstoffs vom verwendeten Lösemittel abhängig sein.

Festtinte(Solid Ink)

Ein Festtintendrucker verwendet statt Tonerkartuschen oder Tintenpatronen feste Sticks oder Blocks, welche sauber und ungiftig sind. Festtinte ist einfach zu händeln, produziert eine sehr gute Farbdruckqualität, ist spart Kosten und ist auch umweltfreundlich.

Sublimationstinte

Der Sublimationsdruck ist ein ziemlich neues Druckverfahren, bei dem die Tinte in den Trägerstoff eingedampft (sublimiert) wird.
Sublimationstinte wird auch Hitzetransfertinte genannt und wird in der Regel in eine Polyesterbeschichtung eingedampft.


Hauptsächlich gibt es 2 unterschiedliche Arten von Tinte, nämlich Dye Tinte und Pigment Tinte.

Dye Tinte

Bei Dye Tinte ist der Farbstoff in der Trägerflüssigkeit gelöst, d.h. sie ist wasserlöslich und die Trägerflüssigkeit besteht größten Teils aus Wasser.
Dye Tinte bietet beste Eigenschaften für Grafiken und Fotos, weil sich die Farbpixel gleichmäßig auf das Papier auftragen.
Das Licht wird gleichmäßig zum Auge des Betrachters reflektiert, dadurch entsteht der Eindruck einer kräftigen Farbe.
Aber wenn etwas Feuchtes auf den Ausdruck kommt, kann die Tinte schnell verschmieren, da die Farbe durch die Feuchtigkeit wieder löst wird.
Auch die Lichtbeständigkeit ist nicht allzu hoch, jedoch sind diese Eigenschaften vom verwendetem Papier abhängig.

Bild Dye Tinte in Wasser


Pigment Tinte

Bei dieser Tintenart befinden sich Farbpigmente in einer Trägerflüssigkeit, die sich im Wasser nicht lösen.
Farbpigmente können nicht so leicht verschmieren, wenn das Papier feucht wird.
Ausdrucke mit Farbpigmenten wirken jedoch meist blass, da das Licht diffus reflektiert wird.

Bild Pigment Tinte in Wasser

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